Neue Räume für die Offene Ganztagsschule
Im Zuge der Schwimmbadsanierung hat sich eine unerwartete Chance aufgetan. Da ein Zwischenbau abgerissen werden muss, können neue Räume für die Offene Ganztagsbetreuung (OGTS) der Grundschule entstehen.
Der als „alte Aula“ bekannte Bau verbindet das Schulgebäude mit der Schönbergaula. Dass er in keinem guten Zustand ist, zeigte sich bei den Sanierungsarbeiten am Schwimmbad. Da das Untergeschoss des Zwischenbaus in diesem Zuge ohnehin erneuert werden muss, bietet sich ein kompletter Abriss an. Ein Gutachten, das nach Freilegung aller Oberflächen im Zuge der Entkernung möglich war, bescheinigt dem Gebäudeteil eine sehr schlechte Bausubstanz. Vor diesem Hintergrund erscheint – auch auf Anraten der Planer – ein Neubau sinnvoller als aufwändige Flickschusterei mit ungewissem Ausgang.
Mit Hilfe eines Neubaus lassen sich bessere Deckenhöhen für den Eingangsbereich des Schwimmbads realisieren. Leitungsstränge können klar geordnet und mit ausreichend Raum verlegt werden. Soweit die Vorteile für das Schwimmbad.
Doch auch die Schule profitiert, denn im Hochparterre des Neubaus können OGTS-Gruppenräume entstehen. Bisher werden für die Betreuung am Nachmittag Klassenräume genutzt, was laut Aussage von Schulleiter Markus Istenes nicht optimal ist. Denn Räume für die OGTS müssen anders ausgestattet sein als Unterrichtsräume.
Bereits jetzt sind die Anmeldequoten für die Ganztagsbetreuung hoch. Ab 2027 ist die Gemeinde gesetzlich verpflichtet, das Angebot vorzuhalten. Mit Hilfe des neuen Gebäudeteils wird die Schule darauf optimal vorbereitet sein. Geplant sind zwei feste Räume und zwei weitere mit flexiblen Wänden. So kann der entstehende neue Haupteingangsbereich wahlweise als Pausenhalle oder Foyer für die Schönbergaula genutzt werden. Ein weiterer Vorteil: Bei außerschulischen Veranstaltungen ist das Schulgebäude künftig abschließbar und nur die Schönbergaula zugänglich, was aus Sicherheitsgründen zu begrüßen ist.
Die Gemeinde kann den Neubau zu überschaubaren Mehrkosten realisieren. Eine Vorabstimmung mit der Regierung von Oberbayern ergab, dass sowohl die Baukosten als auch die Ausstattung förderfähig sind. Der Fördersatz liegt bei 60 Prozent. Nach aktuellen Schätzungen hat die Gemeinde lediglich 130 000 Euro selbst zu tragen.
Während das Untergeschoss des Neubaus Teil der Schwimmbadsanierung ist, muss er von der Bodenkante aufwärts als eigenständiges Projekt geplant, berechnet und zur Förderung eingereicht werden.