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Gemeinde Türkenfeld

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Türkenfeld ist "Gigabit-Region"

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Auszeichnung 
für kommunale IT-Sicherheit

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Krisen- und Notfallvorsorge in Türkenfeld: Gemeinsam gut vorbereitet sein

Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass außergewöhnliche Ereignisse keine theoretischen Szenarien mehr sind. Extremwetter, Starkregen, Hochwasser, längere Stromausfälle, technische Störungen oder Ausfälle wichtiger Infrastrukturen gehören inzwischen zu Risiken, auf die sich Kommunen vorbereiten müssen. Die aktuelle weltpolitische Lage und die zunehmende Häufigkeit von Wetterextremen unterstreichen, wie wichtig eine vorausschauende Vorsorge ist.

Auch die Gemeinde Türkenfeld hat deshalb ihre Krisen- und Notfallvorsorge in den vergangenen Jahren Schritt für Schritt ausgebaut. Ziel ist es, die Handlungsfähigkeit von Verwaltung und Feuerwehr zu sichern, die Bevölkerung im Krisenfall zu unterstützen und wichtige Grundfunktionen möglichst lange aufrechtzuerhalten.


Gemeinde investiert in Vorsorge

Seit 2022 wurden zahlreiche Maßnahmen umgesetzt, um die Widerstandsfähigkeit der gemeindlichen Infrastruktur zu erhöhen. Dazu zählen unter anderem Verbesserungen bei der Notstromversorgung wichtiger Einrichtungen, die weitere Absicherung der Trinkwasserversorgung, zusätzliche mobile Notstromkapazitäten, Verbesserungen bei der Kommunikation sowie die Vorbereitung von Bürgeranlaufstellen.

Besonders erfreulich ist, dass ein großer Teil dieser Maßnahmen durch eigene Mitarbeiter und die Nutzung vorhandener Strukturen umgesetzt werden konnte. Dadurch wurde mit vergleichsweise überschaubaren finanziellen Mitteln ein hoher Sicherheitsgewinn für die Gemeinde erreicht.

Heute ist Türkenfeld im Bereich der Krisen- und Notfallvorsorge deutlich besser aufgestellt als noch vor wenigen Jahren. Gleichzeitig wird kontinuierlich daran gearbeitet, bestehende Konzepte weiterzuentwickeln und an neue Herausforderungen anzupassen.


Bürgeranlaufstellen im Notfall

In außergewöhnlichen Krisensituationen kann es vorkommen, dass Telefon- oder Datennetze zeitweise nicht oder nur eingeschränkt zur Verfügung stehen. Für solche Fälle werden Bürgeranlaufstellen vorgehalten.

Diese dienen im Notfall als zentrale Orte für Informationen, Hilfeleistungen und die Kommunikation mit der Bevölkerung.

Vorgesehene Bürgeranlaufstellen sind:

  • Türkenfeld: Rathaus
  • Zankenhausen: Feuerwehrhaus Zankenhausen

Die Gemeinde arbeitet derzeit an der weiteren Ausgestaltung der organisatorischen Abläufe. Darüber hinaus sollen in den kommenden Jahren regelmäßig Übungen durchgeführt werden, um Abläufe zu testen, Erfahrungen zu sammeln und die Einsatzbereitschaft aller Beteiligten weiter zu verbessern.


Eigenvorsorge bleibt wichtig

So gut die kommunale Vorsorge auch ist: Keine Gemeinde kann jede denkbare Schadenslage vollständig auffangen. Die Verantwortung für eine angemessene Eigenvorsorge bleibt daher bei jedem Haushalt.

Bund und Länder empfehlen seit vielen Jahren, dass Bürgerinnen und Bürger für einige Tage eigenständig handlungsfähig sein sollten. Dies gilt unabhängig davon, ob die Ursache ein Stromausfall, ein Unwetter oder eine andere Krisensituation ist.

Sinnvoll sind beispielsweise:

  • ausreichende Vorräte an Lebensmitteln und Trinkwasser,
  • notwendige Medikamente,
  • Taschenlampen und Batterien,
  • ein batteriebetriebenes Radio,
  • geladene Powerbanks,
  • Hygieneartikel,
  • Bargeld für Notfälle,
  • wichtige Dokumente griffbereit.

Ausführliche Informationen hierzu bietet das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe unter https://www.bbk.bund.de.


Vorbereitung auf Starkregen und Unwetter

Neben großräumigen Krisenszenarien nehmen auch lokale Wetterereignisse zu. Gerade Starkregen kann innerhalb kürzester Zeit zu überfluteten Kellern, Garagen oder Grundstücken führen.

Deshalb empfiehlt es sich, die eigene Immobilie auf mögliche Risiken zu überprüfen und geeignete Schutzmaßnahmen vorzuhalten. Je nach Situation können hierzu beispielsweise Rückstausicherungen, mobile Pumpen, Wassersauger oder andere Schutzvorkehrungen gehören. Auch der Versicherungsschutz sollte regelmäßig überprüft werden.

Gemeinsam Verantwortung übernehmen

Krisenvorsorge bedeutet nicht, von einer unmittelbar bevorstehenden Gefahr auszugehen. Sie bedeutet vielmehr, auf mögliche Ereignisse vorbereitet zu sein und im Ernstfall handlungsfähig zu bleiben.


Verwaltung, Feuerwehren, zahlreiche Ehrenamtliche und weitere örtliche Akteure leisten hierzu einen wichtigen Beitrag.

Gleichzeitig bleibt die Mithilfe der Bevölkerung ein wesentlicher Baustein. Wenn kommunale Vorsorge und private Eigenvorsorge zusammenspielen, ist unsere Gemeinde für außergewöhnliche Situationen bestmöglich aufgestellt. Gemeinsam können wir dazu beitragen, dass Türkenfeld auch in schwierigen Zeiten handlungsfähig, resilient und lebenswert bleibt.