Heizungstausch im Kindergarten Sumsemann
Der Kindergarten Sumsemann bekommt eine neue Heizung. Die bestehende Gasheizung ist rund 30 Jahre alt und wird seit einiger Zeit zunehmend reparaturanfällig. Sie soll nun gegen eine Wärmepumpe ausgetauscht werden. Der Entscheidung ging eine sorgfältige Prüfung voraus. Diese ergab, dass eine moderne Luft-Wärmepumpe weitaus wirtschaftlicher, technisch sinnvoller und nachhaltiger ist als eine Erneuerung der Gasheizung.
Das Gebäude ist für den Betrieb einer Wärmepumpe technisch geeignet. Der Energiebedarf kann zum Teil durch die vorhandene Dach-PV-Anlage gedeckt werden. Zudem ist in den Räumlichkeiten eine Fußbodenheizung verbaut, und zwar sowohl in den bestehenden Gruppenräumen als auch im Souterrain, wo zwei zusätzliche Gruppenräume eingerichtet werden sollen. Fußbodenheizungen arbeiten mit niedrigen Vorlauftemperaturen und schaffen damit gute Voraussetzungen für den effizienten Betrieb einer Wärmepumpe.
Eine Förderzusage für den Heizungstausch liegt bereits vor. Für die Gesamtkosten in Höhe von rund 180 000 Euro erhält die Gemeinde einen Zuschuss von etwa 35 Prozent (maximal 64 000 Euro). Damit die Förderung nicht verfällt, muss die Maßnahme bis März 2027 umgesetzt sein.
Der Einbau eines neuen Gaskessels wäre mit etwa 30 000 Euro zunächst zwar deutlich günstiger als die Umrüstung auf Wärmepumpe. Doch geht es nicht nur um die Anfangsinvestition. Betrachtet man die Kosten über die gesamte Nutzungsdauer der Anlage, schneidet die Wärmepumpe besser ab.
Der durchschnittliche Wärmeverbrauch des Kindergartens in Höhe von 78 500 Kilowattstunden (kWh) im Jahr müsste im Falle der Gasheizung vollständig durch Erdgas gedeckt werden. Über einen Zeitraum von 20 Jahren ist mit steigenden Kosten durch CO2-Bepreisung und die gesetzlich vorgeschriebene Beimischung zunehmend teurer klimaneutraler Gase ab 2029 zu rechnen.
Bei Strom hingegen wird langfristig von einer vergleichsweise stabilen Kostenentwicklung ausgegangen, zumal ja ein Teil durch Eigenstrom gedeckt werden kann. Zudem nutzt die Wärmepumpe Umweltwärme aus der Außenluft. Dadurch sinkt der jährliche Energiebezug deutlich.
Fazit: Die Betriebskosten einer Gasheizung wären erheblich höher als die einer Wärmepumpe. Die höhere Anfangsinvestition ist nach neun bis zwölf Jahren ausgeglichen. Ab dann arbeitet die Wärmepumpe günstiger als eine neue Gasheizung. Die Wirtschaftlichkeitsberechnung ergibt – abhängig von der Entwicklung der Energiepreise – Kostenvorteile zwischen 19 000 Euro und 48 000 Euro.