Gemeinde baut Notfall- und Krisenvorsorge aus
Das Thema Notfall- und Krisenmanagement nimmt angesichts der aktuellen weltpolitischen Lage und aufgrund des fortschreitenden Klimawandels leider einen hohen Stellenwert ein. Vom Bayerischen Innenministerium sind die Kommunen aufgefordert worden, sich auf Risiken wie längerfristige Stromausfälle, extreme Wetterereignisse sowie überregionale technische Störungen und Angriffe vorzubereiten.
Türkenfeld wird deshalb seine bestehende Krisenvorsorge gezielt ausbauen, um die Versorgung der Bevölkerung mit Trinkwasser und Wärme zu gewährleisten, einen Anlaufpunkt für Bürgerinnen und Bürger in Not zu schaffen sowie die Handlungsfähigkeit der Verwaltung und Einsatzkräfte sicherzustellen.
Das Rathaus, das Türkenfelder Feuerwehrhaus und die Frischwasser-Pumpstation Pleitmannswang verfügen bereits über eine Notstromversorgung, der Frischwasser-Hochbehälter über ausreichend Speicherkapazität. Als nächstes soll ein Mindestfüllstand ermittelt und festgelegt sowie ein Drosselungsverfahren eingerichtet werden, um im Notfall die Trinkwasserversorgung weiterhin gewährleisten zu können.
Geplant ist außerdem die Einrichtung einer Notstromeinspeisung für die Turnhalle und das Feuerwehrhaus Zankenhausen, gegebenenfalls auch die Anschaffung eigener Notstromaggregate für diese Gebäude. Die Turnhalle soll eine Grundausstattung als Notunterkunft erhalten. Das Rathaus und beide Feuerwehrhäuser sollen mit Backup-Internetleitungen ausgestattet werden. Um für einen längeren Stromausfall gewappnet zu sein, ist die Beschaffung einer Grundausstattung für die Einrichtung eines SOS-Anlaufpunkts für die Bürgerschaft geplant.
Als nächstes wird ein Umsetzungskonzept samt Kostenschätzung erarbeitet und in mehreren Stufen umgesetzt. Priorität haben die Notstromversorgung für die kritische Infrastruktur, die Sicherstellung der Trinkwasserversorgung und die Einrichtung eines zentralen Anlaufpunkts.