Ein voller Erfolg - die Aktion „Mehr Grün durch Ländliche Entwicklung“ in Türkenfeld

Besuch Gartenbaupräsident

Foto (v.l.): Luciana Pavoni (Amt für Ländliche Entwicklung), Guido Romor (Amt für Ländliche Entwicklung), Wolfram Vaitl (Präsident des Bayerischen Landesverbandes für Gartenbau und Landespflege e.V.), Michael Drexl (Vorstand der Teilnehmergemeinschaft), Günter Asam (Vorstand des Obst- und Gartenbauvereins), Emanuel Staffler (Erster Bürgermeister)

Der Präsident des Bayerischen Landesverbandes für Gartenbau und Landespflege e.V., Wolfram Vaitl ist sehr zufrieden mit der erfolgreichen Zusammenarbeit zwischen dem Bayerischen Landesverband und dem Amt für Ländliche Entwicklung Oberbayern (ALE Oberbayern). Die Teilnehmergemeinschaften und die örtlichen Gartenbauvereine in Oberbayern kooperieren immer wieder sehr eng bei Dorferneuerungs- und Flurneuordnungsverfahren. Türkenfeld nimmt hier mit umfangreichen geplanten und bereits verwirklichten Maßnahmen im Grünordnungsbereich und beim Erhalt der Biodiversität eine Vorreiterrolle unter den oberbayerischen Gemeinden ein.  Bei einem Termin am 29.10.20 vor Ort würdigte Herr Vaitl als oberster Repräsentant des Bayerischen Landesverbandes für Gartenbau und Landespflege e.V. dies persönlich und bedankte sich bei den beiden Vertretern der Teilnehmergemeinschaft, der Vorsitzenden Frau Pavoni und dem örtlich Beauftragten Herrn Drexl, und bei Herrn Asam, dem Vorsitzenden des örtlichen Gartenbauvereins. Der Bürgermeister von Türkenfeld, Herr Staffler und Guido Romor, der das ALE Oberbayern vertritt, schlossen sich seinen Dankesworten an.

Wolfram Vaitl zeigte sich besonders begeistert über den Einsatz der Mitglieder des örtlichen Gartenbauvereins mit den Worten: „Wenn nur alle Verbände so aktiv wären.“ Herr Asam bedankte sich bei seinem engagierten Team aus Ehrenamtlichen und hob dabei die sehr erfolgreiche Jugendarbeit im Verein hervor, die sich in konstanten Mitgliederzahlen niederschlägt. „Das Wirken des Obst- und Gartenbauvereins zum Wohle der Gesellschaft entspricht voll und ganz der Philosophie der gemeinschaftlichen Aufgabe der Dorferneuerung“, so Guido Romor.

In Türkenfeld läuft aktuell ein größeres Verfahren des ALE Oberbayern zur Gemeindeentwicklung mit diversen baulichen Gestaltungsprojekten und ökologisch relevanten Begrünungsmaßnahmen wie u.a. die freiwillige Mitmach-Aktion „Mehr Grün durch Ländliche Entwicklung in Dorf und Flur“. Dabei werden Bäume und Sträucher den Grundstücksbesitzern zur Pflanzung zur Verfügung gestellt, nachdem eine Beratung unter anderem durch die Kreisfachberaterin des Landkreises stattgefunden hat.

Das Ergebnis der Aktion kann sich sehen lassen. Beratungen fanden an mehreren Tagen statt und die Pflanztermine wurden intensiv vorbereitet. Dazu informierten sich die Teilnehmer im Schauobstgarten des Gartenbauvereins Türkenfeld (http://www.gartenbauverein-tuerkenfeld.de/Seiten/Streuobstwiese.htm). Dort wachsen etwa 40 verschiedene Obstsorten, die mit ihren jeweiligen Standortansprüchen vorgestellt werden. Das Obst kann auch gleich im Garten probiert werden. Im Landkreis Fürstenfeldbruck ist dies neben dem Kreislehrgarten Adelshofen der einzige Obstanger dieser Art. Der Präsident zeigte sich sehr angetan von der Streuobstwiese und ihrer professionellen Präsentation im Internet. Um das Obst entsprechend fachgerecht zu verarbeiten, wurde 2005/2006 neben dem Rathaus eine Mostpresse installiert, die vorzüglichem Apfelsaft liefert, der beim Ortstermin zur Begeisterung aller Beteiligten verkostet werden konnte. 

Ziel der Aktion „Mehr Grün durch Ländliche Entwicklung in Dorf und Flur“ ist es, die Artenvielfalt von Pflanzen und in der Folge von Tieren in und außerhalb des Dorfes zu steigern und damit die begrünten Bereiche wieder lebenswerter zu machen. Wolfram Vaitl, Teilnehmer des Runden Tisches Arten- und Naturschutz, der im April 2019 von Alois Glück, Landtagspräsident a.D. moderiert wurde, freut sich neben der gelungenen Dorf- und Flurbegrünung sehr über die Förderung der Biodiversität, für die sich der Bayerische Landesverband für Gartenbau und Landespflege e.V. mit seinen 540.000 Mitgliedern stark macht.

 

Drucken